1. Oktober 2018

Ruth Weiss liest ….aus „Meine Schwester Sara“

Buchhandlung BiBaBuZe, Aachener Straße 1,  40223 Düsseldorf – 19:30 Uhr

»Vielleicht kann ein Buch wie ›Meine Schwester Sara‹ dazu beitragen, dem Hass in unserer Gesellschaft ein wenig den Boden zu entziehen. Man sollte es zur Pflichtlektüre an unseren Schulen machen.« Dieses Zitat stammt vom bekannten Schauspieler Dietmar Schönherr und hat auch nach vielen Jahren nicht an Aktualität verloren.

Ruth Weiss hat in zahlreichen Veröffentlichungen immer wieder Stellung bezogen gegen Antisemitismus, Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und die Unterdrückung der Frau. In ihrer frühen Arbeit als Journalistin, später in Sachbüchern und dann auch in Romanen ist es ihr gelungen, den Zusammenhang zu finden zwischen dem Rassismus im Nationalsozialismus und der Apartheitspolitik in Südafrika. Ruth Weiss ist eine Jahrhundertzeugin. 1936 floh sie mit ihrer jüdischen Familie vor dem Naziterror in Deutschland nach Südafrika. Im Exil erlebte sie dort als Jugendliche die Anfänge des Apartheid-Regimes. Als Korrespondentin bereiste sie beinahe den gesamten afrikanischen Kontinent

Ihr bekanntester Roman „Meine Schwester Sara“ erzählt die Geschichte einer Burenfamilie die sich entschließt, eine deutsche Kriegswaise zu adoptieren. Nachdem sich ein halbes Jahr später herausstellt, dass Sara Jüdin ist, entzieht insbesondere der Familienvater, ganz Patriarch und Mitglied der nationalistischen Apartheidregierung Sara daraufhin seine Liebe. Als Studentin schließt sich Sara, durch den am eigenen Leib erlebten Rassismus motiviert, dem Widerstand gegen das Apartheidregime an. Feinfühlig werden in diesem Roman die Familienstrukturen dargestellt und die Familienmitglieder vor dem Hintergrund von Tradition, Erziehung und menschlicher Unzulänglichkeit gezeigt. In der  Veranstaltungen werden Passagen aus „Meine Schwester Sara“ gelesen und Ruth Weiss schildert einzelne Situationen aus ihrem eigenen Leben. Sie wird von dem Übersetzer, Lektor und Literaturvermittler Lutz Kliche begleitet und unterstütz.

In Kooperation mit

Arbeit und Leben DGB / VHS NRW und dem Eine Welt Forum Düsseldorf

sowie EXILE Kulturkoordination e.V.

Die Veranstaltung wird von Engagement Global gefördert und ist kostenlos!
Anmeldungen bitte an Gabriela Schmitt, Arbeit und Leben DGB/VHS NRW schmitt@aulnrw.de

 


09. September 2018

Messe FAIR FRIENDS Westfalenhallen zu Dortmund

Südafrikas Weinfarmen – Lebens- und Arbeitsbedingungen der Farmer*innen im Weinanbau

Auf Südafrikas Weinfarmen bedeutet Fair Trade klarere Regeln und eine verbesserte Beziehung zwischen Arbeiter*innen und Management. Doch die Bezahlung bleibt extrem niedrig, die Armut garantiert. Wirklichen ökonomischen Wandel bringt der faire Handel nicht. Aufgrund schlechter Lebens- und Arbeitsbedingungen hat sich die Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika dazu bewogen, sich mit den Farmarbeiter*innen der Weinbranche Südafrikas im Hinblick auch auf die Lieferkettenverantwortung der Weinimporteur*innen, Fair Trade Organisationen und Supermarktketten auseinander zu setzen.

Simone Knapp, von der KASA aus Heidelberg, wird uns am Sonntag um 14:00 Uhr in Halle 2 die Bedingungen im Weinanbau in Südafrika näher bringen und auf die Herausforderungen hinweisen, inwiefern sich der Faire Handel weiterentwickeln muss. Die Ausstellung der KASA „Farmarbeiter*innen erheben ihre Stimme!“ wird während der gesamten Messezeit in Halle 2 zu sehen sein.


07. September 2018

M.U.K.A. – Broken

Messe FAIR FRIENDS Westfalenhallen zu Dortmund – 13:00 Uhr

1994 – das Ende der Apartheid – war für die Menschen in Südafrika eine Zeit voller Umbrüche. Viele Jugendliche zog es von den Townships in die Zentren der Städte, wo sie sich häufig auf der Straße wieder fanden. Hier nahm M.U.K.A.-Project 1995 seinen Anfang. In einem „Shelter“ der Evangelischen Friedenskirche Johannesburg, trafen sich Jugendliche, die ursprünglich aus Soweto stammten, und begannen gemeinsam Theaterstücke zu entwickeln. Sie nannten sich „Most United Knowledgeable Artists“ – kurz M.U.K.A. – und verarbeiteten in ihren Inszenierungen ihre Erfahrungen als Straßenkinder. Für ihre Auftritte machten sie Straßen, Gemeindezentren und Kirchen zu ihrer Bühne.

M.U.K.A. als Zufluchtsort

Heute ist das Projekt eine feste Institution in Hillbrow, einem sozialen Brennpunkt im Zentrum Johannesburgs. Bei M.U.K.A Project kommen Kinder und Jugendliche aus allen Bevölkerungsgruppen des Ghettos zusammen. Zurzeit erarbeiten knapp 100 junge Menschen in alterspezifischen Gruppen Theaterstücke und traditionelle Tänze. Außerdem machen sie dazu die Musik und organisieren Workshops. Aus der Handvoll Straßenkinder von einst sind professionelle Theater- und Projektmanager geworden.


16. August 2018

MPUMALANGA RISING

Am Donnerstag auf der Leinwand um 20:00 Uhr im Fiege Open Air Kino, Bochum

Immer am Donnerstag starten die neuen Hollywood-Blockbuster in den Kinos und auch ein Film aus unseren Reihen wird an diesem Donnerstag vor großem Publikum zu sehen sein – MPUMALANGA RISING!Seit vielen Jahren eng mit dem Südafrika Forum NRW verbunden ist Rudi Kretschmer – ein Lehrer an der Gesamtschule Wuppertal Ullendahl-Katernberg und der Initiator des gesamten Projektes Mpumalanga Rising. Seit über 11 Jahren fliegt er immer wieder nach Südafrika, um dort an verschiedenen Projekten zu arbeiten. Dazu kommen jedes Jahr aufs Neue deutsche Schüler*innen mit, die tatkräftig Projekte unterstützen und das Leben auf dem afrikanischen Kontinent kennenlernen.Die Bochumer Medienproduktionsfirma FilmArt hat ihren Sitz im Bermuda3eck. Seit mittlerweile 10 Jahren unterstützt FilmArt das Projekt Mpumalanga Rising und blickt somit auf eine filmische Chronik zurück. Im Jahr 2017 realisierte FilmArt mit der Unterstützung von Simeon Klein / Sone Media und Marius Buschmann / Buschmann Photography das bislang aufwendigste Filmprojekt in der Projekthistorie.http://www.mpumalanga-rising.com/https://www.fiegekino.de/


18. Juli 2018

Nelson Mandelas zum 100. Geburtstag

Feiern Sie mit uns und allen Menschen in Südafrika!Hier finden Sie Informationen, wie in Südafrika an Nelson Mandela erinnert wird.Sein eindrucksvolles Leben wird in Texten, Reden, Interviews/Dokufilmen und Fotos lebendig veranschaulicht.Viel Freude und Inspirationen beim Lesen, Hören und Anschauen!http://www.sahistory.org.za/people/nelson-rolihlahla-mandelahttps://www.nelsonmandela.org/content/page/biographyhttps://www.nelsonmandela.org/content/page/the-life-and-times-of-nelson-mandelahttps://www.youtube.com/watch?v=mk_vXTra4b0http://www.mandelahistory.org/https://www.mandeladay.com/http://www.madibasjourney.southafrica.net/


16. Juni 2018

Der Tag der Jugend – ein weiterer wichtiger Tag des Erinnerns

Der 16. Juni ist ein nationaler Feiertag in Südafrika. Es ist der Tag der Jugend. Er erinnert an den Aufstand von Schülerinnen und Schülern in Soweto am 16. Juni 1976. Die Kinder und Jugendlichen protestierten an diesem Tag und in den folgenden Wochen für bessere Bildung und gegen das Afrikaans als Prüfungssprache. Denn sie fürchteten, wegen der rigiden Vorgaben durch die Sprache des weißen Apartheidregimes, welches die Sprache als exklusives Herrschaftsinstrument nutzte, ihrer Schulabschlüsse, Zukunfts- und Berufsperspektiven beraubt zu werden. Den Protesten in Soweto folgten Demonstrationen in anderen Townships. Die Polizei ging brutal gegen die Demonstrierenden vor und schoss die Schüler*innen nieder. Hunderte Tote und Verletzte waren die Folge. Weiße Polizisten zeigten ihr rassistisches und sexistisches Machtverständnis auch in Vergewaltigungen von Mädchen. Kein Täter wurde strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen.

https://www.sahistory.org.za/topic/june-16-soweto-youth-uprising

https://www.sahistory.org.za/topic/youth-and-national-liberation-struggle-1894-1994

http://www.sahistory.org.za/people/hector-pieterson

https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/eine-stunde-history-der-aufstand-von-soweto

http://ewn.co.za/2016/06/13/First-on-EWN-What-happened-to-the-man-who-carried-Hector-Pieterson

http://ewn.co.za/2018/05/17/sam-nzima-to-be-remembered-at-memorial-service

Danke an Dr. Rita Schäfer – freiberufliche Wissenschaftlerin, Autorin und Gutachterin für Entwicklungsorganisationen – für diesen Beitrag!


 

27. April 2018

Freiheitstag – nationaler Feiertag in Südafrika

Am 27. April 1994 fanden die ersten demokratischen Wahlen in Südafrika statt. Erstmals in der Geschichte des Landes durften alle volljährigen Bürgerinnen und Bürger wählen! Vor und während der Apartheid war dieses ein Privileg der weißen Minderheit. Die schwarze Bevölkerungsmehrheit war von freien und unabhängigen Wahlen ausgeschlossen worden. Während des Kampfes gegen das Apartheidregime hatten unterschiedliche Widerstandsgruppen das Recht auf politische Partizipation als Staatsbürger*innen eingefordert.

Zur Erinnerung an den ersten gemeinsamen Urnengang nach der Abschaffung der Apartheid ist der 27. April, der Freiheitstag, ein nationaler Feiertag in Südafrika.

http://www.sahistory.org.za/article/south-african-general-elections-1994

http://www.sahistory.org.za/article/elections-post-apartheid-south-africa

http://www.sahistory.org.za/article/timeline-20-years-democracy-1994-2014

Danke an Dr. Rita Schäfer – freiberufliche Wissenschaftlerin, Autorin und Gutachterin für Entwicklungsorganisationen – für diesen Beitrag!


 

18. April 2018

Denis Goldberg – „It´s life, and life is wonderful“

Für diejenigen unter uns, welche am vergangenen Sonntag nicht in Kapstadt sein konnten, um persönlich mit Denis Goldberg zu feiern – unter folgendem Link gibt es einige bewegende Momente zu sehen:   https://www.youtube.com/watch?v=MSp9yGLZxBc&feature=youtu.be

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17. April 2018

Rückblick auf die Landeskonferenz des Eine Welt Netz NRW in Bonn das Südafrika Forum NRW hat gemeinsam mit dem bundesweiten FachForum Internationales einen spannenden Workshop angeboten:

Fundament oder Stolperstein – wenn Partnerschaftsarbeit auf Politik trifft

We have to do our homework!“ – das betonte Marta Benavides auch noch einmal ganz energisch am Nachmittag des zweiten Konferenztages in Bonn. Sie eröffnete damit eine intensive Diskussion mit Ulrike Thönniges vom TATORT – Straßen der Welt e.V., Gabriela Schmitt vom Südafrika Forum NRW und den 25 Teilnehmer*innen des Workshops.

Mehr zum Workshop: Die Gründung des Vereins TATORT erfolgte 1998 im Nachgang zu den Dreharbeiten des legendären WDR-Krimis „Manila“. 20 Jahre ist es her, dass erstmals ein Sonntags-Abend-Krimi mit einem entwicklungspolitischen Bezug gedreht wurde und seit dem setzten sich bekannte Schauspieler*innen wie Dietmar Bär,  Klaus J. Behrendt, Joe Bausch und weitere Mitarbeiter*innen des WDR weltweit für Kinderrechte ein – vor allem auf den Philippinen und in neuer Zeit auch in Swaziland im Südlichen Afrika. Bildungsprojekte, der Schutz  junger Menschen vor Ausbeutung und eine Impfkampagne gehören genauso zur Arbeit von TATORT e.V. wie die Unterstützung des Fairen Handels – vor allem durch die Mango Monkeys zum Karneval in Köln. Monika Thönnies  sieht durchaus die Freiheiten einer Organisation, die in der Hauptsache von Spenden und Sponsoring lebt und an keine staatliche Förderung gebunden ist. Die Arbeit des Südafrika Forum NRW stellte Gabriela Schmitt vor. Ursprünglich wurde die Partnerschaft zwischen den Regierungen der südafrikanischen Provinz Mpumalanga und der des Landes Nordrhein-Westfalen im April 1995 gegründet– in Solidarität mit dem neuen, unabhängigen Land und zur Unterstützung der jungen Demokratie. Berufliche Bildung, die Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen und der Wohnungsbau standen  im Vordergrund. Im weiteren Verlauf kamen Themen wie gute Regierungsführung, Gesundheit, Bildung, Jugend, Sport Gesundheit und HIV/Aids, Sport und Jugend als Felder der Zusammenarbeit hinzu. Seit dem Jahr 2013 ruht die vertraglich verfasste Zusammenarbeit auf Regierungsebene. Im Jahr 2001 entstand auf zivilgesellschaftlicher Seite das Mpumalanga Forum NRW, unter dessen Dach sich diverse Organisationen, Initiativen und Partnerschaftsgruppen zusammentaten. In den 15 Jahren der Zusammenarbeit entstanden Verbindungen über die Grenzen Mpumalangas hinaus in  die Provinzen Gauteng, Free State, Limpopo, Western Cape, weshalb das Forum 2015 in Südafrika Forum NRW umbenannt wurde. Die Wirkung des zivilgesellschaftlichen Engagements in der Partnerschaftsarbeit entfaltet sich in vielfältigen Projekten, auch wenn die  vertraglich verfasste Kooperation ruht.

Was passiert, wenn wir mit unserer Arbeit politischer werden? Wofür entscheiden wir uns, wenn wir ein klassisches Hilfsprojekt realisieren könnten, die Menschenrechte unserer Partner jedoch bedroht sind und wir unsere Arbeit nicht weiter führen können, wenn wir auf solche Situationen aufmerksam machen? Das waren die Fragen, mit der sich die Teilnehmer*innen im Anschluss an die beiden Inputs beschäftigten. Es wurde deutlich, dass wir in der internationalen Partnerschaftsarbeit durchaus unterschiedliche Herangehensweisen als erfolgreich erlebt haben. Wir brauchen die strukturiert und kontinuierlich arbeitenden Projekte und Organisationen, die häufig an politische Entscheidungen und Verwaltungsvorgänge gebunden sind. Und wir brauchen sie genauso, die Unabhängigen, die Bewegungen von Unten – die aufschreien und anklagen. Immer, wenn es nötig ist! Motivierende Schlussworte fand auch an dieser Stelle wieder unser Gast aus El Salvador: Marta Benavides sieht international Kooperationen und Partnerschaften als Fundament für eine friedliche Entwicklung. Gemeinsame politische Kampagnen zu den SDG können die notwendige Öffentlichkeit schaffen und den erforderlichen Druck auf die politischen Entscheider*nnen ausüben, um die Ziele der Agenda 2030 tatsächlich umzusetzen. Vor allem die kleinen NGO und zunehmend die nicht an feste Strukturen gebundenen und flexible organisierten politischen Bewegungen haben die Kraft und die Energie, eine Veränderung zu erreichen. “Every project is a peace in the big puzzle and everything what we are doing is political!“


 

11. April 2018

Gruß an Denis Goldberg

Ganz herzliche Glückwünsche zum 85. Geburtstag!

Mit großer Freude senden wir die allerbesten Geburtstagsgrüße an Denis Goldberg in Kapstadt.

Lieber Denis, wir wünschen Dir einen zauberhaften und frohen Festtag, ein wunderschönes Fest mit Freundinnen und Freunden und deiner Familie um dich herum und vor allem Gesundheit.

Wir sind Dir sehr verbunden und dankbar für alle Besuche, Vorträge, Inspirationen, Einblicke und Erklärungen der komplexen Situationen in Südafrika. Wir danken Dir für Deine Gastfreundschaft, wenn wir Dich in Hout Bay besuchen durften – für uns waren das einzigartig intensive Erlebnisse und sicher unvergessliche Momente.

Solidarische Grüße gehen ebenfalls auf den Weg ans Kap – du hast immer gegen die Apartheid gekämpft und bleibst Deinen Idealen treu, das ist keine Selbstverständlichkeit. Du bist ein wahrer Zeitzeuge. Am 11. April 1933 wurdest du in Kapstadt geboren, wurdest früh Mitglied in der Kommunistischen Partei und hast Umkhonto we Siswe, den bewaffneten Arm des African National Congress, als technischer Offizier unterstützt. Nach Deiner Verhaftung auf einer Farm in Rivonia musstest Du eine jahrzehntelange Strafe verbüßen. Für uns unvorstellbar, wie schrecklich die 22 Jahre in Haft gewesen sein müssen. Wir bewundern Deinen Widerstandsgeist, Deine Kraft, unter den Bedingungen gleich mehrere Fernstudien erfolgreich zu absolvieren. Nach dem Ende der Apartheid hast Du die neue ANC-Regierung in wichtigen Infrastrukturaufgaben beraten.

Immer noch widmest Du Dich mit großer Begeisterung außergewöhnlichen Projekten und Initiativen: In der Kronendal Musikakademie für Kinder und Jugendliche aus zuvor benachteiligten Gemeinden und im Aufbau eines Kunst- und Kulturzentrum in Hout Bay – beides liegt Dir besonders am Herzen und wir wünschen Dir, dass deine Ideen und Träume dort Wirklichkeit werden – nun ein schönes Fest mit viel Musik und Freude!

Aus dem endlich frühlingshaften Nordrhein Westfalen grüßen dich ganz herzlich

das Südafrika Forum NRW – insbesondere der Beirat des Forums und die Fachstelle Südafrika / Geschäftsstelle SAF

http://www.sahistory.org.za/people/professor-denis-theodore-goldberg


02. April 2018

Zum Tode von Winnie Mandela

Am 2. April 2018 verstarb Winnie Mandela im Alter von 81 Jahren. Sie war am 26. September 1936 geboren worden. Während der jahrzehntelangen Haft von Nelson Mandela auf Robben Island kämpfte seine damalige Ehefrau Winnie gegen das repressive und brutale Apartheidregime weiter. In der internationalen Anti-Apartheidbewegung war sie eine Symbolfigur des Widerstands. Nach dem Ende der Apartheid wurden auch problematische Aspekte ihrer politischen Biographie bekannt. Hier finden Sie Informationen über ihr Leben und Nachrufe.

http://www.sahistory.org.za/people/winnie-madikizela-mandela

https://www.timeslive.co.za/politics/2018-04-02-in-pictures–the-life-of-winnie-madikizela-mandela

https://www.youtube.com/watch?v=Pmo2mYkP4D

https://www.youtube.com/watch?v=bDKAWilLIYw

https://www.news24.com/SouthAfrica/News/madikizela-mandela-was-a-defender-of-the-vulnerable-parliament-20180402

http://www.bbc.com/news/world-africa-43621112

http://www.dw.com/de/anti-apartheid-k%C3%A4mpferin-winnie-madikizela-mandela-gestorben/a-43227033

https://www.tagesschau.de/ausland/winnie-mandela-nachruf-101.html


21. März 2018

Südafrikanischer Menschenrechtstag

Dr. Rita Schäfer ist Ethnologin und Buchautorin – sie forschte viele Jahre in Südafrika, Namibia und Simbabwe zu Schwerpunkten wie Gender in Afrika, Menschenrechten und kriegerischen Auseinandersetzungen.

Mit ihrem heutigen Beitrag zum Menschenrechtstag in Südafrika startet sie eine neue Reihe, mit der wir auf unserer Homepage regelmäßig auf aktuelle Themen in Südafrika hinweisen wollen – wir danken ihr herzlich für die Unterstützung des Südafrika Forum NRW!

Am 21. März ist der südafrikanische Tag der Menschenrechte. Er erinnert an das Sharpeville
Massaker, als friedliche Demonstrantinnen und Demonstranten gegen die rassistischen
Passgesetze von der Polizei brutal niedergemetzelt wurden. 69 Menschen starben im
Kugelhagel: 51 Männer, acht Frauen und zehn Kinder. Die meisten wurden erschossen, als sie
flohen. Davon zeugen die Kugeln in ihren Rücken. Mindestens 180 Protestierende wurden
verletzt, zum Teil schwer.
Es war ein folgenreicher Tag für Südafrika, denn das Apartheidregime rief den
Ausnahmezustand aus und verbot politische Organisationen, wie den Pan African Congress
(PAC), der diesen Protest organisiert hatte, und den African National Congress (ANC). Bei
weiteren Protesten in vielen Städten bzw. Townships wurden etliche Tausend
Aktivisten*innen verhaftet. Heute ist der 21. März ein nationaler Gedenktag.
Den großen Stellenwert des Sharpeville Massakers belegt die Tatsache, dass für die
Wahrheits- und Versöhnungskommission (TRC) dieses Ereignis die zeitliche Zäsur bildete,
um politisch motivierte Gewalt während der Apartheid aufzuarbeiten. Und Nelson Mandela
unterzeichnete 1996 in Sharpeville die neue Verfassung Südafrikas.
Auch international ist dieser Tag bedeutend: Der UN-Sicherheitsrat verurteilte bereits am 1.
April 1960 die Polizeigewalt gegen die friedlichen Demonstranten*innen und forderte ein
Ende der Apartheid. Einige Jahre später erklärten die Vereinten Nationen (UN) den 21. März
zum internationalen Tag gegen Rassismus. Weltweit finden in dieser Zeit „Internationale
Wochen gegen Rassismus“ statt.
Zudem gibt es den internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember, den
Organisationen und staatliche Institutionen in Südafrika ebenfalls für
Menschenrechtsaktionen nutzen. Die südafrikanische Regierung sagt, man müsse immer
wachsam sein und sollte Verstöße gegen die Menschenrechte melden. Als Beispiele nennt sie:
Menschenhandel, Kinderarbeit, Gewalt gegen Frauen, Kinder, alte Menschen oder
verletzliche Gruppen. In Südafrika finden auch 2018 wieder viele Aktionen statt, die an das
Sharpeville Massaker erinnern und die Verwirklichung der Menschenrechte anmahnen.
Hier sind Informationen für den Schulunterricht, Berichte von Theaterprojekten oder
südafrikanischen Stadtverwaltungen und politische Plakate aus einem Archiv zur Geschichte
des Widerstands gegen das Apartheidregime.
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10. März 2018

Gustav-Stresemann-Institut in Bonn

21. Eine-Welt-Landeskonferenz

Das Südafrika Forum NRW ist Mitveranstalter des Workshops am 10. März 2018 in Bonn

Fundament oder Stolperstein …. oder wenn Partnerschaftsarbeit auf Politik trifft!?

Unsere internationalen Kooperationen und Partnerschaften stehen immer auch in politischem Kontext – unter guten wie auch schlechteren Bedingungen. Was bedeuten  Krisen und Spannungen für unsere Arbeit? Wie gehen wir mit Konflikten um? Wie behandeln wir „heiße Eisen“ wie Menschenrechte, „Shrinking Spaces“ oder Extraktivismus?  Wie nehmen wir uns und unsere Partnerländer bei der Umsetzung der SDG in die Pflicht?

Inputs und anschließende Debatte mit:

Marta Benavides, ENLACES for Sustainability, El Salvador

Ulrike Thönniges, Tatort-Straßen der Welt e.V., Köln, tbc

Gabriela Schmitt, Beirat Südafrika Forum NRW, Düsseldorf

Moderation: Vera Dwors, agl-Bundeskoordinatorin Internationales

Die Veranstaltung findet statt im Rahmen diesjährigen LaKo

Eine Welt in unsicheren Zeiten – Globales Engagement und der Faktor Sicherheit
Eine Welt Landeskonferenz am 09./10.03.2018 im Gustav-Stresemann-Institut in Bonn
In Zeiten zunehmender globaler Unsicherheit und gewalttätigen Konflikten stellt die Konferenz in
Impulsen, Diskussionen, Workshops und dem kulturellen Rahmenprogramm die Frage nach einem
angemessenen Eine Welt Engagement und dem richtigen Verhältnis von Sicherheits- und
Entwicklungspolitik. Weitere Informationen unter www.eineweltnetznrw.de/lako.
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05. Februar 2018

20.00 Uhr – Café Central International – Grillo Theater Essen

Politische Verantwortung und kommunales Handeln – Am Beispiel Kohleimporte und Menschenrechte
POLITISCHER SALON Essen

Es diskutieren:
Dr.-Ing. Marita Hilgenstock | RWE AG, Political Affairs / Corporate Responsibility
Jörg Nierhaus | STEAG GmbH, Chief Compliance Officer
Armin Paasch | Misereor, Politik und Globale Verantwortung
Vera Dwors | Amt für MÖWe der Ev. Landeskirche Westfalen,
Fachstelle Südafrika Forum NRW
Moderation: Kay Bandermann I Wirtschaftsjournalist
Zur Einführung eine szenische Lesung aus dem Stück „Der Besuch
der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt, vorgetragen von
Schauspieler*innen aus dem Ensemble des Grillo-Theater Essen
Der Eintritt ist frei!
Nach dem Auslaufen der heimischen Kohleförderung wird in
deutschen Steinkohlekraftwerken zunehmend Importkohle
verfeuert. Ein Teil der Importkohle stammt aus Kolumbien oder aus
Südafrika. Der Steinkohlebergbau in Kolumbien wird mit Menschenrechtsverletzungen
und gravierenden Umweltschäden in Verbindung gebracht.
Die Energieversorger RWE und STEAG sind ebenfalls Importeure von
Steinkohle aus Kolumbien und Südafrika. Die Stadt Essen ist Anteilseigner
beider Unternehmen. Die UN-Leitlinien für Wirtschaft und Menschenrechte
sehen Unternehmen in der Verantwortung in ihrer gesamten Lieferkette die
Menschenrechte zu achten.
Wie weit reicht die Verantwortung deutscher Energieversorger hinsichtlich
Menschenrechtsverletzungen bei Importkohle aus Kolumbien oder
Südafrika? In welcher Rolle und Verantwortung stehen die kommunalen
Anteilseigner? Können Kommunen Einfluss auf die Einkaufspolitik der
Energieversorger im Sinne der Umsetzung der UN-Leitlinien nehmen?